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Wie wartet man heute? - Enthaltsam bis zur Ehe?

Wie wartet man heute? - Enthaltsam bis zur Ehe?

Ausgabe: Nr. 64 - I/2016
Veröffentlicht: 26.03.2016

Aus dem Inhalt:
Regula Lehmann, Kinder zum "Warten" ermutigen 
Martin Leupold, "Reifen lassen - mit Freuden ernten" 
Markus Guterding, "Keuschheit, yeah!"

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Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

liegen wir mit diesem Thema nicht hoffnungslos hinter der Zeit? Für die Mehrheit der Jugendlichen ist es heute doch selbstverständlich, Sex zu haben, auch wenn an eine Heirat noch nicht zu denken ist! Einer neueren Studie zufolge verfügen 60 bis 70 % der 18-Jährigen bereits über sexuelle Erfahrungen, meist mit mehreren Partnern. (1)
Wir bewegen uns in einer Pluralität von Entwürfen des Lebens und Liebens. Das ist die gesellschaftliche Wirklichkeit, ob sie uns nun gefällt oder nicht. Wehmütige Rückblicke oder vorwurfsvolle Klagen werden daran wenig ändern. Was wir wirklich tun können: Wir können weiterhin fröhlich für unsere Überzeugung werben, dass sich Liebe und Sexualität im Schutzraum der Ehe in unvergleichlicher Weise entfalten können. 

Dafür gibt es gute Gründe!

Denn die genannte Studie sagt auch: Etwa ein Drittel hat sich dem Druck nicht gebeugt, der oft von Freunden, aber auch von vielen Medien ausgeht! In einer anderen Studie nannten fast 70 % aller Befragten eine glückliche Partnerschaft (2) als erstrebenswertestes Lebensziel. Treue und Verlässlichkeit waren sogar für ca. 90 % die wichtigste Erwartung an eine solche Partnerschaft. Und das Statistische Bundesamt registriert nach langem, kontinuierlichem Rückgang seit 2007 wieder einen leichten Anstieg der Eheschließungen. (3)

Der Zusammenhang zwischen der menschlichen Sexualität und einer verlässlichen Beziehung besteht ungeachtet aller kulturellen Veränderungen.
Auch neuere Erkenntnisse der Hirnforschung sprechen dafür.
Ein christliches Verständnis der Ehe gründet sich allerdings nicht auf Forschungsergebnisse. Es erwächst aus dem biblischen Zeugnis, dem ich deshalb in meinem Artikel nachgehe. Die Perspektive der Eltern nimmt Regula Lehmann ein. Sie benennt Grundhaltungen, die sie für unverzichtbar erachtet und gibt praktische Impulse.

Markus Guterding spricht junge Menschen an und ermutigt sie, gegen den Strom zu schwimmen und das Warten zu wagen, weil es sich lohnt. Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre bei diesem alten und doch ewig jungen Thema!

Ihr
Martin Leupold

(1) Profamiliamagazin
32013, S. 5

(2) ElitePartnerStudie
2015, S. 14

(3) https://wwwgenesis.destatis.de/genesis/online/link/tabelleErgebnis/126110001

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