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Trauung - Trauer - Trauen

Trauung - Trauer - Trauen

Ausgabe: Nr. 51 - III/2012

Veröffentlicht: 15.09.2012

Aus dem Inhalt

Dr. Stephan Goldschmidt, Andacht "Wo du auch hingehst, da will ich auch hingehen"
Wilhelm Faix, "Patchworkfamilie"
Tipps für zweite Eheschlüsse
Regina und Sieghard Schade, "Von null auf drei Männer!"
Anonymer Erfahrungsbericht
Günter und Dorothea Seibert, Starterset fürs Neue Glück"
Irmtraud Krinn, "Rückblick Kongress Sexualethik und Seelsorge 2012"

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

ich las einen Artikel unter dem Titel „ Der gebrauchte Mann“. Das klingt sehr abwertend, aber die Realität sieht so aus, dass viele Menschen unserer Umgebung nicht mehr mit dem ersten Ehepartner verheiratet oder zusammen sind, und das, obwohl immer weniger heiraten.


Die Zahl der Eheschließungen hat sich in den vergangenen 60 Jahren halbiert, von 750.500 auf 373.681. Ehen ohne Kinder trennten sich vor allem nach 5–7 Jahren, die mit Kindern nach 16–20 Jahren. In zwei Drittel der Fälle reichen die Frauen die Scheidung ein. Die Ehescheidungen haben sich in 100 Jahren von ca. 9.000 auf jährlich 187.000 erhöht. Die neuen Partnerschaften gingen zu 70% wieder in die Brüche.


Wir wollen gar nicht auf die Gründe eingehen, denn die sind sehr vielfältig. In dieser Zeitschrift wollen wir zunächst ausführen, welche Folgen das für die Betroffenen hat. Wir wollen darauf eingehen, was das für die Kinder bedeutet, aber vor allem, welche Auswirkungen das für eine neue Beziehung hat. Oft kommt es zu einer neuen Partnerschaft. Da kommen Fragen auf: Wer erzieht die Kinder? Wie geht der neue Partner mit dem abwesenden Elternteil der Kinder um? Oft sind auch finanzielle und rechtliche Fragen zu klären, die eine neue Beziehung sehr belasten können.
In diesem Heft wollen wir auch denen helfen, die bedingt durch den Tod des Partners in eine neue Beziehung gekommen sind. Viele ihrer Herausforderungen sind ähnlich.
Wir wollen nicht bei der Problembeschreibung stehen bleiben, sondern vor allem Hilfen geben, was vor der neuen Eheschließung zu bedenken ist, worauf in der neuen Partnerschaft zu achten ist. Außerdem versuchen wir auf die Fragen der Sexualität und der Vergleiche mit früheren Partnern einzugehen. Wir geben auch Tipps für die Erziehung der Kinder und wie alte Freundschaften gepflegt werden können.
Es kann gut sein, dass diese Ausgabe nicht Ihr Thema ist. Dann seien sie dankbar. Aber Sie werden sicher Paare in Ihrer Umgebung erkennen, auf die das zutrifft. Für die könnte dieses Heft eine Hilfe sein. Geben Sie es einfach weiter. Wenn das der Fall ist, dann freuen Sie sich auf das nächste Heft. Dort führen wir aus, wie eine ganz gesunde sexuelle Entwicklung aussieht und wie sie gelebt und bewahrt werden kann. Das betrifft wieder jeden Leser.
Eine ermutigende Lektüre wünscht Ihnen
Rolf Trauernicht

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