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Sexualität und Sucht

Sexualität und Sucht

Ausgabe: Nr. 80 - I/2020

Veröffentlicht: 13.03.2020

Aus dem Inhalt:

Dr. Dietmar Seehuber, Sexuelle Süchtigkeit - ein Beitrag zum Verständnis

Florian Mehring, Hypersexualität in der Ehe – Anregungen für die Beratung von Menschen mit übersteigertem sexuellen Bedürfnis

Jürgen Naundorff, Angehörige von Suchtkranken

Dominik Remmert, Aus der Beratungspraxis: Analog und Digital –
zwei Welten finden zusammen

Martin Leupold, Theologische Notizen: (Un)heimliche Herrschaft

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Liebe Leserinnen und Leser,

vieles im Leben kann uns zutiefst Freude bereiten. Aber alles, was Freude macht, kann auch zur Sucht werden. Die Wurzeln liegen oft tief in der Seele. Dazu kommt eine immer weiter fortschreitende Gewöhnung an Dinge, von denen man eigentlich weiß, dass sie nicht guttun, und die man trotzdem nicht lässt. Irgendwann werden sie zu einem Zwang, der das ganze Leben mitsamt seinen Beziehungen zerstören kann.

Auch in der Sexualität liegt Suchtpotenzial. Etwas, was so rauschhaft und mit allen Sinnen erlebt wird, kann den Menschen eben auch gefangen nehmen. Nicht nur pornografische Medien können solche Wirkung haben. Auch in anderen Zusammenhängen kommt es im Bereich der Sexualität zu Suchtverhalten, auch in Partnerschaften.

Dr. Dietmar Seehuber führt uns umfassend in die Problematik ein und nimmt uns mit hinein in seine Expertise als Chefarzt in der Fachklinik Hohemark. So verstehen wir, welche physischen und psychischen Zusammenhänge in der Sexualität zur Sucht führen können, und lernen Möglichkeiten der Diagnose und Therapie kennen.

Florian Mehring skizziert, wie sich übersteigertes sexuelles Verlangen (Hypersexualität) in der Paarbeziehung auswirken kann und woran sich Beratung in dieser Situation orientiert. Als erfahrener Berater benennt er nicht nur konkrete Methoden, sondern nimmt die ganze Persönlichkeit mitsamt den Überzeugungen und Haltungen zur Sexualität in den Blick.

Jürgen Naundorff hilft anhand von Einsichten aus der Arbeit mit Alkoholkranken, die Bedeutung der Familie und die Rolle von Angehörigen wahrzunehmen und zu geeigneten Schritten zu gelangen, die auch im Lebenszusammenhang der Süchtigen notwendige Veränderungen fördern.

Dominik Remmert schildert uns Erfahrungen aus der Beratung mit Menschen, die sich am liebsten im virtuellen Raum bewegen und gefährdet sind, sich darin zu verlieren. Wichtig ist ihm dabei, die digitale Welt zu verstehen und nicht einseitig von ihren Gefahren her zu sehen. In den Theologischen Notizen gehe ich der Frage nach, was Sucht eigentlich mit Gott zu tun hat, und stelle fest, dass es im Grunde um die Frage geht, wer oder was in meinem Leben die Herrschaft hat.

Wir freuen uns über Ihr Interesse an diesem für unsere Arbeit zentralen Thema und wünschen Ihnen eine hilfreiche und gewinnbringende Lektüre. Danke, dass Sie uns verbunden sind!

Ihr

Martin Leupold, Leiter Weißes Kreuz e. V.

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