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Seelsorge und Gemeinde

Seelsorge und Gemeinde

Ausgabe: Nr. 63 - IV/2015
Veröffentlicht: 18.12.2015

Aus dem Inhalt
Rolf Trauernicht, "Seelsorge - eine Aufgabe für die ganze Gemeinde"
Martin Leupold, "Partnerschaft und Sexualität als Themen gemeindlicher Lernprozesse"
Dr. Ute Buth, "Leserbrief: Intimchirurgie und Schönheitsideale"
Nikolaus Franke, "Sexualpädagogische Kultur in der Gemeinde"

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Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,

mit dieser Ausgabe führen wir das Editorial wieder ein, das wir in den letzten Ausgaben seit der Überarbeitung der Zeitschrift nicht mehr vorangestellt haben. Das Weiße Kreuz als Fachverband für Sexualität und Beziehung beschäftigt sich häufig mit Themen, über die in alltäglichen Zusammenhängen nicht unbedingt offen geredet wird. Insofern erscheint es uns hilfreich, den Artikeln im Heft einen erklärenden Rahmen zu geben.

In der aktuellen Ausgabe gehen wir dem Themenfeld Seelsorge und Gemeinde nach.

Unser Beratungsstellennetzwerk umfasst mittlerweile 180 Beratungsstellen. Mich begeistert das, weil Christen in Deutschland fast überall eine christliche Beratungsstelle finden können. Gemeindeleiter und Geschwister in der Gemeinde weisen Ratsuchende auf professionelle Seelsorger und Berater hin. Das ist auch gut so.

In meiner Beratungsarbeit treffe ich aber nicht selten auf Menschen, die eigentlich seelsorgerliche Begleitung in der Gemeinde bräuchten. Und auf meine Frage, warum sie denn nicht in ihrer Gemeinde Seelsorge in Anspruch nehmen würden, bekomme ich zu hören: „Das macht ja niemand!“

Wir brauchen Seelsorger in den Gemeinden und vor allem seelsorgerliche Gemeinden in Ergänzung zu den Angeboten der Beratungsstellen.

In der vorliegenden Zeitschrift kommen sowohl der alte als auch der neue Leiter des Weißen Kreuzes zu Wort. Rolf Trauernicht beschreibt u.a., wie beziehungsorientierte Gemeinden zu einem Ort der Heilung und Reifung werden können. Mit dem Artikel „Partnerschaft und Sexualität als Themen gemeindlicher Lernprozesse“ benennt Martin Leupold die Eckpunkte, die zu beachten sind, wenn Gemeinden eine ethische Orientierung im Bereich Sexualität geben möchten. Unser Jugendreferent Nikolaus Franke gewährt einen Einblick, welche Chancen Gemeinden haben, Jugendlichen einen Ort zu ermöglichen, an dem sie verstehen und an glaubhaften Vorbildern sehen können, wie biblische Sexualethik das eigene Leben positiv beeinflussen kann. In der Antwort auf einen Leserbrief nimmt Ute Buth noch einmal Bezug auf das herausfordernde Thema des letzten Hefts.

Wir können also vieles über DIE Gemeinde lesen und in der Realität feststellen, dass unsere eigene in manchen Punkten nicht dem Ideal entspricht. Bitte klagen Sie jetzt nicht über die eigene Gemeinde! In diesem Heft zeichnen wir eine Vision aufs Papier, wohin sich Gemeinden in puncto Seelsorge entwickeln könnten. Ich mache Ihnen Mut, diesen Weg in und mit Ihrer Gemeinde aktiv zu gestalten!

Es grüßt Sie herzlich Ihr
Kai Mauritz

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