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Seelsorge kann Berge versetzen?

Seelsorge kann Berge versetzen?

Nr. 65 - II/2016

Veröffentlicht: 13.06.2016

Aus dem Inhalt:

Martin Leupold, "Das geistliche Moment in der Seelsorge"

Dr. Rolf Sons, "Gebetsseelsorge"

Martin Leupold, "Fröhliche Buße? – Sünde,
Beichte und Vergebung in der christlichen Seelsorge"

Kai Mauritz, "Ballast oder Belastung?"

Wilfried Veeser, "Seelsorge und/oder Psychologie?"

Martin Leupold,T"heologische Notizen: Gottes Geist und unser Handeln"

 

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

Seelsorge ist ein geistliches Geschehen. Aber wie zeigt sich das? Und was kann die Seelsorge, was fachgerechte Psychotherapie nicht kann? Die Professionalisierung der Seelsorge in den letzten Jahrzehnten hat die Fülle humanwissenschaftlicher Erkenntnisse in den Vordergrund treten lassen. Auch in der Arbeit des Weißen Kreuzes. Das ist zunächst gut und richtig so. In der Seelsorge geht es um Menschen und damit um das, was in ihrem Erleben und Verhalten vor sich geht. Körperliche und seelische Zusammenhänge können dabei nicht außer Acht gelassen werden. Je mehr wir vom Menschen wissen, desto größer ist die Chance, ihn zu verstehen. Aber Seelsorge weiß um einen größeren Zusammenhang. Menschen sind nicht nur biologische Wesen mit erlernten Wahrnehmungs- und Verhaltensmustern, die neurochemisch und neuroelektrisch funktionieren. Menschen sind geliebte Kinder Gottes, mit denen der Schöpfer Gemeinschaft haben will, die er sucht und anspricht, die er retten und heilen will. Diesen geistlichen Aspekten der Seelsorge ist das vorliegende Heft gewidmet. Die Vielzahl der Perspektiven hat das Heft dabei etwas umfangreicher werden lassen.

Dr. Rolf Sons, Direktor am Albrecht-Bengel-Studienhaus in Tübingen, skizziert Grundlagen der Gebetsseelsorge. Pfr. Kai Mauritz, Referent und Berater des Weißen Kreuzes in Lemgo, entfaltet die verschiedenen Ebenen, auf denen Seelsorge geschieht. Pfr. Wilfried Veeser ordnet schöpfungsmäßige und geistliche Aspekte einander zu und zeigt Grenzen geistlicher Betrachtungs- und Handlungsweisen auf. Ich selbst gehe Fragen nach Schuld und Beichte nach. Unter der Rubrik „Theologische Notizen“ wollen wir künftig in jedem Heft einer Frage der theologischen Ethik nachgehen, um unsere fachliche Arbeit regelmäßig biblisch einzuordnen. Diesmal geht es – nahe am Gesamtthema des vorliegenden Heftes – um die Geistesleitung im seelsorglichen Geschehen. Dieser Zeitschrift liegt unser neues Denkangebot zu einem Thema bei, das wir schon in der letzten Ausgabe angerissen haben: Welche Bedeutung hat die Ehe für gelebte Sexualität und welche sollte sie haben? In einer Zeit, in der die Lebensentwürfe immer weiter auseinanderdriften, wollen wir ein eigenständiges Angebot machen, das an der Bibel orientiert, ohne an der Lebenswirklichkeit der Menschen einfach vorbeizugehen. Es geht uns dabei nicht um die Verurteilung all derer, die nicht unserer Meinung sind. Wir wollen die Frage wach halten, welche Bedingungen Liebe und Sexualität brauchen, um sich gelingend zu entfalten, und das Gespräch darüber anregen. Deshalb sind wir gespannt auf Ihre Rückmeldungen.

Es grüßt Sie herzlich

Ihr

Martin Leupold, Leiter

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