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Psychische Störungen und Sexualität

Psychische Störungen und Sexualität

Ausgabe: Nr. 71 - IV/2017

Veröffentlicht: 16.12.2017

Aus dem Inhalt:

Wilfried Veeser, Was ist »psychisch krank« oder eine »psychische Störung«?

Markus Hoffmann, Depression, sexuelle Störung und Beziehung

Prof. Dr. Arnd Barocka, Nebenwirkungen von Psychopharmaka

auf Sexualität und Beziehung

Stefania Zastrow, Wie bleiben Angehörige von psychisch Kranken gesund?

Praktikanten im Weißen Kreuz

Aufklärung an Grundschulen – mit erstklassigem Material

Zum Tod von Pfarrer Gerhard Naujokat

Martin Leupold, Theologische Notizen: Aus Gnaden gerettet – wozu dann Gebote?

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

Statistiken zufolge steigt die Zahl der Menschen weiter an, die in unserem Land an psychischen Störungen leiden. Damit ist nicht nur seitens der Erkrankten viel Leid verbunden. Es bedeutet auch für Angehörige und enge Freunde oft eine große Belastung. Diese Zeitschrift widmet sich der Frage, welche Lasten mit der psychischen Krankheit eines nahe stehenden Menschen verbunden sein können und wie man damit so umgehen kann, dass die eigene Gesundheit und Lebensfreude bewahrt wird.

Als Einstieg in das Thema wählen wir einen Auszug aus dem Buch von Wilfried Veeser: „Mit psychisch kranken Menschen in Beziehung sein“. Darin werden Kernbegriffe und wichtige Unterscheidungen zum Thema erläutert.

Im Artikel von Markus Hoffmann geht es am Beispiel der Depression um die unmittelbaren Zusammenhänge zwischen psychischen Störungen und der sexuellen Sphäre. Einerseits wirkt die Störung verständlicherweise auf die Sexualität ein. Aber auch sexuelle Erfahrungen und Defi zite können auf die Krankheit zurückwirken oder dieser vorausgehen. Für den Umgang mit beidem ist es hilfreich, solche Zusammenhänge zu entdecken.

Psychische Störungen machen meist auch die Gabe geeigneter Arzneimittel nötig. Aber Medikamente haben Nebenwirkungen. Welche Nebenwirkungen von Psychopharmaka direkt oder indirekt auf die Sexualität des Menschen wirken können, stellt der Beitrag von Prof. Dr. Arnd Barocka dar.

Angehörige von psychisch Kranken stehen in einer besonderen Belastung. Einem erheblichen Risiko sind dabei Kinder psychisch kranker Eltern ausgesetzt. Der Kranke selbst kann dafür natürlich nichts. Zugleich muss die Gesundheit seiner Mitmenschen geschützt werden, auch um seinetwillen. Stefania Zastrow gibt dazu in einem Interview wertvolle Impulse.

In den Theologischen Notizen setze ich die Idee fort, Grundmodelle evangelischer Ethik vor dem Hintergrund unserer konkreten Themen zu erläutern. Diesmal geht es um die Frage, welche Bedeutung biblische Gebote für den evangelischen Glauben haben. Außerdem fi nden Sie in diesem Heft einen Hinweis auf neu erschienenes Aufklärungsmaterial.

Ich wünsche Ihnen eine gewinnbringende Lektüre und Gottes Segen.

Ihr

Martin Leupold, Leiter Weißes Kreuz e. V.

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