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Leidenschaft - der rote Faden einer Ehe

Leidenschaft - der rote Faden einer Ehe

Ausgabe: Nr. 53 - I/2013

Veröffentlicht: 15.02.2013

Rolf Trauernicht, Andacht "Erfreue dich der Frau deiner Jugend..."

Alexander Rockstroh, "Der rote Faden unserer Ehe"

Wilfried Veeser, "Frischer Wind im Schlafzimmer"

Dagmar und Jürgen Ost, "Was behindert die Lebendigkeit einer Ehebeziehung?"

25 Jahre Arbeitskreis Weißes Kreuz ... in Detmold und Vlotho/Bad Oeynhausen

Matthias Burhenne, Beratungsinterview Tipps für eine lebendige Ehe

 Ausgabe "Leidenschaft - der rote Faden einer Ehe" als PDF herunterladen

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

vielleicht haben Sie sich auch schon gefragt: Wie gelingt es lang verheirateten Paaren, sich noch immer erotisch füreinander zu begeistern? Diese Frage beschäftigt auch die Sexualforschung: Volkmar Sigusch zum Beispiel, bis 2006 Direktor des Instituts für Sexualforschung in Frankfurt a. Main, versucht das Rätsel wie folgt zu erklären: Eine „kleine Perversion, eine stabile, von beiden Partnern lustvoll erlebte Fetischisierung, eine spezielle sexuelle Szene ist das Geheimnis des Erfolges.“1  - Übersetzt bedeutet das: Sich langjährig begehrende Partner sind also eigentlich Fetischisten, deren Sexualpräferenz sich glücklicherweise auf den Ehepartner konzentriert. Aha. Für die praktische Paarberatung klingt das allerdings wenig hilfreich. Welche Hoffnung bietet sich denn dann einem bemitleidenswerten Paar, bei dem die fetischisierte Perversion und somit erotische Kontinuität ausbleibt? Auch für solche Ottonormalverheirateten weiß Prof. Dr. Sigusch im Spiegel (09/2011) Abhilfe: „Bei einem intelligenten Paar sollte es möglich sein, dass der Mann oder die Frau ihre Befriedigungen auch außerhalb der Partnerschaft suchen.“
Übrig bleiben nur noch diejenigen, die weder intelligent genug zum Seitensprung noch fetischisiert genug zur Treue sind.
Für diese kleine Minderheit ist unser aktuelles Heft gemacht mit all seinen Artikeln darin. Rolf Trauernicht gibt in der Andacht biblische Ermutigungen zum Thema Sex in der Ehe. Dagmar und Jürgen Ost helfen paartherapeutisch, indem sie insbesonde- re die Paarebenen analysieren. Sie richten sich mit ihrem Artikel an Berater und an betroffene Ehepaare, für die auch Wilfried Veeser erfrischende, entspannende Gedan- ken anbietet, wie Lustverhinderungswege vermieden und verlassen werden können. Dazu hat auch Ute Buth Tipps gesammelt. Oft tun sich Männer hier schwerer, Hilfen und Rat zuzulassen. Matthias Burhenne konnte einen Ratsuchenden ermutigen, von seinen positiven Erfahrungen aus der Seelsorge zu berichten. In einem Artikel lassen wir das Körperliche und Emotionale bewusst zurück. Alexander Rockstroh stellt mit dem Bild des „roten Fadens“ Ehepartner vor die Aufgabe, nach ihrer geistlichen Berufung als Paar zu suchen. Mich als Jungverheirateten hat dieser Artikel auf einen besonderen Zusammenhang aufmerksam gemacht: Ehe will auf allen drei Ebenen gelebt und lebendig sein: Körper, Seele und Geist. Diese Bereiche sind miteinander verwoben. Eine bessere geistliche Gemeinschaft in unserer Ehe stärkt die anderen, auch die körperlichen Bereiche unseres Zusammenlebens. Dann hätte Volkmar Sigusch doch recht ... Unsere Befriedigung, unseren Frieden, finden wir außerhalb der Partnerschaft – im gemeinsamen Von-Gott-berufen-Sein.

Mit einem Augenzwinkern grüßt Sie


Ihr Nikolaus Franke

1 Sigusch, Volkmar: Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit. Über Sexualforschung und Politik, Frankfurt a. M. 2011, S. 34.

1 Sigusch, Volkmar: Auf der Suche nach der sexuellen Freiheit. Über Sexualforschung und Politik,
Frankfurt a. M. 2011, S. 34.

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