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Glücklich ohne Kinder?

Glücklich ohne Kinder?

Ausgabe: Nr. 50 - II/2012

Veröffentlicht: 15.05.2012

Aus dem Inhalt

Gabriele Nicklis, "Kinderlosigkeit als Aufgabe"
Ansgar Hörsting, Kinderlos - und trotzdem glücklich leben"
Sabine und Thomas Schaffner, "Heirat - kinderlos - Familie"
Markus Hofmann, "Kinderreich ohne Kindersegen?"
Lydia Schneider, "Es kam ganz anders und viel besser, als wir ahnten"
Nicole Schenderlein, "Wie ungewollt kinderlose Paare (über)leben"
Ruth Eigenbrod, "Adoption oder Dauerpflege - Ein Einblick aus juristischer Perspektive"

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Editorial

Kein Schreibfehler: Erfüllte Kinderlosigkeit – dieses Heft mit der vermeintlich sehr eingeschränkten Zielgruppe richtet sich ausdrücklich an Jedermann, unabhängig davon, ob Sie Kinderlosigkeit persönlich oder in Ihrem näheren Umfeld betrifft. Womöglich hatten Sie damit auch noch gar keine Berührungspunkte und fragen sich jetzt: „Was geht mich das an?“ Schon unerfüllte Kinderlosigkeit ist viel häufiger als man denkt. In Deutschland ist derzeit in etwa jedes 7. Paar unfreiwillig kinderlos! Es ist wahrscheinlich, dass wir viele Menschen kennen, die dies direkt oder auch indirekt betrifft. Kinderlosigkeit bleibt nicht bei den Betroffenen stehen. Ihre Verwandten werden nie Tanten, Onkel oder Großeltern. Andere wünschten sich nach einem Kind verzweifelt ein weiteres. Vielleicht wurde es nie gezeugt, nie geboren oder es ging viel zu früh? Diese Betroffenen werden meist übersehen.

Heute stellen wir erfüllende Lebenskonzepte jenseits der medizinischen Diagnose vor. Das Heft bietet keine Pauschalantworten. Es leuchtet vielmehr einen meist verborgenen Bereich unserer Gesellschaft aus. Der Schmerz unerfüllter Kinderlosigkeit wiegt schwer. Das Schweigen und das Unverständnis unserer Gesellschaft machen die Bürde Betroffener nicht leichter. Umso mutiger ist der Schritt der Autoren zu werten, die uns mit mutiger Offenheit hineinnehmen in eine Welt, in der man an seine persönlichen und partnerschaftlichen Grenzen stößt. Jeder muss und wird für sich andere Lebenskonzepte finden. Sie halten einen bunten Strauß davon in Ihren Händen. Im Umgang damit ist sehr viel Sensibilität gefragt – für Betroffene in ihren Fragen und Schritten, für Außenstehende in ihrer Wahrnehmung und ihrem Umgang damit. Manche Facetten entsprechen kaum unseren eigenen Lebensentwürfen. Doch Vorsicht, sie gehören anderen. In diesem Sinne wünsche ich es Ihnen, mit offenen Augen und Ohren des Herzens durch die nun folgenden Artikel zu gehen.

Es grüßt Sie herzlich

Ute Buth

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