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Geschlecht als Gabe und Aufgabe

Geschlecht als Gabe und Aufgabe

Ausgabe: Nr. 79 - IV 2019

Veröffentlicht: 13.12.2019

Aus dem Inhalt:

Klaus Rudolf Berger, "Von der Geschlechterrolle zur Geschlechtervariation - ein Wandel mit Folgen"

Martin Leupold, "... und schuf sie als Mann und Frau"

Tabea Freitag, "Frau-Sein in Frage gestellt und zwei Farblehren der Vielfalt"

Wilfried Schuster, "Der Mann - im Spiegelbild von Gesellschaft und Bibel"

Martin Leupold, "Theologische Notizen - Gotteserkenntnis aus der Natur?"

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Geschlecht als Gabe und Aufgabe

Liebe Leserinnen und Leser,

zunächst ein kurzer Hinweis in eigener Sache: für die 78. Ausgabe wurde versehentlich und fälschlicherweise noch einmal die Nummer 77 eingedruckt. Ein kleiner, aber ärgerlicher Fehler, den wir zu entschuldigen bitten.

Nun halten Sie also die 79. Ausgabe in den Händen. Sie widmet sich der Frage, wie wir unser Geschlecht-Sein wahrnehmen und gestalten können. Damit begeben wir uns wieder einmal auf ein komplexes und auch umstrittenes Gebiet. Seit Jahren wird massiv darauf verwiesen, dass die beiden Geschlechter Mann und Frau von manchen Menschen nicht als Identifikationsmöglichkeiten erlebt werden, in denen sie sich wirklich wiederfinden. Ihnen stellt sich ihr Geschlecht-Sein nicht so eindeutig dar bzw. wehren sie sich dagegen, darauf festgelegt zu werden.

In unserer Zeitschrift 4/2018 haben wir uns intensiv mit Transidentität beschäftigt. Unsere Autorinnen und Autoren haben das Thema auch diesmal nicht außen vor lassen wollen. Uns lag aber daran, diesmal den Schwerpunkt auf die beiden Geschlechter Frau und Mann zu legen. Aber was bedeutet es konkret, Frau oder Mann zu sein? Es gibt sehr unterschiedliche Leitbilder, die klischeehaft engführend sein oder sogar Lebensmöglichkeiten beeinträchtigen können. Denken wir nur an die Männer- und Frauenbilder, die in der Werbung oder der Pornografie vermittelt werden!

Klaus Rudolf Berger geht von den biologischen Gegebenheiten aus, die uns auch mit Unschärfen und Varianzen hinsichtlich der Bestimmung von Geschlecht konfrontieren. Diesen Gegebenheiten treten kulturelle Vorgaben gegenüber. Jeder Mensch ist herausgefordert, unter diesen Voraussetzungen seine individuelle Geschlechtsidentität zu entwickeln. Im Anschluss daran stelle ich das biblische Zeugnis zur Geschlechtlichkeit des Menschen dar und entwickle daraus Leitlinien für einen schöpfungsgemäßen Umgang.

Tabea Freitag tritt leidenschaftlich dafür ein, wie vielgestaltig und individuell Frau-Sein verstanden und gelebt werden kann. Engführende Geschlechtsrollenklischees entsprechen in keiner Weise dem biblischen Zeugnis. Und zugleich kann die Ausschließlichkeit, mit der mancherorts für geschlechtliche Diversität gekämpft wird, Heranwachsende zutiefst verunsichern, anstatt sie in der Entwicklung ihrer individuellen Identität zu unterstützen. Wilfried Schuster widmet sich der Frage, was eigentlich den Mann ausmacht, welche Identifikationsangebote Männern heute gemacht werden und wie sie unter biblischer Perspektive zu beurteilen sind. In den Theologischen Notizen gehe ich der Frage nach, ob und wie weit uns die vorfindliche Schöpfung dabei Maßstab sein kann. Vielen Dank, dass Sie unsere Zeitschrift lesen!

Ihr

Martin Leupold,

Leiter Weißes Kreuz e.V.

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