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Ehe-Modelle - Hierarchie oder Team?

Ehe-Modelle - Hierarchie oder Team?

Ausgabe: Nr. 56 - IV/2013

Veröffentlicht: 15.11.2013

Aus dem Inhalt

Prof. Hans F. Bayer, "Machtkampf der Geschlechter oder Jesus-Nachfolge?"
Jürgen Ost, Dr. Ute Buth, "Biblische Ehemodelle in der Paarberatung"
Ekkhard Kosiol, "Mann und Frau - ein gutes Team"
Jutta Nordsiek, "Wenn das Miteinander aus dem Ruder läuft"
Matthias Knoth, "Beim Geld hört die Ehe auf?"

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

über das Thema „Rollenmodelle in der Ehe“ kann man sich ausgezeichnet streiten, denn dazu hat jeder eine Meinung. Pocht man auf den Mann als Oberhaupt der Familie, macht man sich des Verdachts schuldig, männliche Dominanz verteidigen zu wollen. Dann mögen einen die emanzipierten ZeitgenossInnen nicht mehr. Nivelliert man hingegen alle Rollen, Gaben und Aufgaben im ehelichen Miteinander, muss man sich den Vorwurf gefallen zu lassen, Männern jedwede „von Gott zugedachte (Führungs-)Rolle“ abzusprechen. Dann gibt es Kritik aus diesem Lager.

Da das Thema aber für viel Kummer sorgt, werden wir dazu – besonders in unseren 160 Beratungsstellen – befragt. Welche Punkte versucht man also als Fachverband in einer Veröffentlichung anzusprechen? Erstens: Man schaut auf das biblische Menschenbild und deutet es von Schöpfung über Sündenfall auf Jesus hin. Dazu konnten wir Prof. Hans Bayer gewinnen, der uns anstelle einer gemütlichen Andacht einen herausfordernden Aufsatz über den Atlantik geschickt hat.

Zweitens: Auch wenn dann das Koordinatensystem steht, bleibt immer noch die Frage, was das für den konkreten Alltagsglauben bedeutet. Wie sieht nun eine biblische Aufgabenteilung im ehelichen Christenleben aus? Eine Lösung bietet Ekkehard Kosiol, der uns einlädt, die Ehe nicht mehr hierarchisch, sondern partnerschaftlich zu denken.

Drittens: Denken können wir vieles – wie aber sieht es praktisch aus? Jürgen Ost und Ute Buth haben das in ihrem Artikel für den Beratungsalltag durchdekliniert, während Matthias Knoth am Beispiel der Finanzen Tipps gibt, wie die Spannung von Rollen, gegenseitiger Unterordnung und Verantwortung gelöst werden könnte.

Viertens: Einen Sonderaspekt mussten wir vertiefen und separat behandeln: Das Thema der Gewalt. Was tun, wenn der eheliche Machtkampf eskaliert? Wir bräuchten eine Sonderausgabe, um das Thema differenziert zu beleuchten. Uns war es aber wichtig, es in dieser Ausgabe zu platzieren – als Ratgeber und Signal.

Wir mussten feststellen, dass wir all das unmöglich in den üblichen 16 Seiten unterbringen konnten, weshalb wir diesmal 20 Seiten gedruckt haben. Wir danken der EFA-Stiftung für die Übernahme der Mehrkosten dieser umfangreicheren Ausgabe. Die EFA-Stiftung fördert Ehe und Familie (www.efa-stiftung.de). Da die Themen, die sich uns stellen, immer komplexer werden, kann es auch sein, dass wir im kommenden Jahr das Heft neu und vielleicht anders auflegen werden. Hoffen wir, dass die Finanzierung auch 2014 gelingt.

Jetzt erstmal freut mich, dass Sie – egal ob Jung oder Alt – sich dieses Heft zur Lektüre genommen haben. Denn es ist ein Alltagsthema, das man bei einer gemeinsamen Tasse Tee ebenso behandeln kann, wie im Hauskreis oder in einer Predigtreihe. Selbst die Ledigen und Verwitweten geht das Thema an, denn es hat viel mit unserer Identität zu tun. Danke, dass Sie uns erlauben, Ihnen bei Ihrer Positionsfindung ein paar Anstöße geben zu dürfen. Das erleben wir als ein großes Privileg.

Gottes Segen und spannende Lektüre wünscht

Ihr Nikolaus Franke

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