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Dem Sterben Leben geben

Dem Sterben Leben geben

Ausgabe: IV/2006 - Nr. 28

Veröffentlicht: 10.11.2006

Aus dem Inhalt:

Roland Radke, "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden." (Andacht zu Ps. 90,12)

Dr. Heinrich Silber, "Wo warst du, Gott?"

Tanja Kahle, "Wenn das Leben mit dem Tod beginnt..."

Gisela und Dieter Koch, "Das Tabu - Post Abortion Syndrome, seine Heilung und die Beratungspraxis"

Neuer Geschäftsführer: Rolf Trauernicht eingeführt

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Liebe Leserin, lieber Leser,

ich kann mich noch genau an den Zeitpunkt erinnern, als ich aus einer Sitzung herausgerufen wurde und mein Praktikant mir mitteilte, dass meine Mutter an einem Herzinfarkt gestorben sei. Die Gedanken und Gefühle überschlugen sich: Wie kommt mein Vater zurecht? Was muss ich jetzt regeln? Wie schnell muss ich nach Hause fahren? Der Tod, vor allem von Angehörigen oder sonstigen uns lieb gewordenen Menschen, reißt uns aus dem Alltag heraus. In solchen Momenten ist alles Alltägliche so unwichtig. Nun überrascht uns der Tod nicht immer so plötzlich, wie bei meiner Mutter, die schon älter war. In dieser Zeitschriftenausgabe kommen verschiedene Menschen zu Wort, die unterschiedliche Begegnungen mit dem Tod schildern und uns an ihren Erfahrungen teilhaben lassen:

Dr. Heinrich Silber formuliert sehr ehrlich seine Zweifel an Gottes Führung in dem Artikel „Wo warst du, Gott?“

Tanja Kahle beschreibt in ihrem Beitrag „Wenn das Leben mit dem Tod beginnt ...“ ihre Gefühle angesichts der Schwangerschaft sowie des Sterbens ihres behinderten Kindes, das sie in der 30. Schwangerschaftswoche verlor.

Ehepaar Koch lässt uns in seinem Beitrag „Das Tabu – Post Abortion Syndrome, seine Heilung und die Beratungspraxis“ teilhaben an den dramatischen Erlebnissen von Frauen, die ihre Kinder abgetrieben haben.

Roland Radke macht uns in seiner Andacht über Psalm 90, 12 Mut, sich diesen Fragen zu stellen, damit wir unser Leben mit dem Blick auf das Wesentliche und in der Verantwortung vor Gott gestalten.

Mich haben diese Beiträge sehr angesprochen und mir neu bewusst gemacht, dass wir alle nur eine relativ kurze Zeit auf dieser Erde leben und jeden Tag in der Verantwortung vor Gott gestalten sollten. Das gibt uns auch die nötige Distanz zu den alltäglichen Widerwärtigkeiten und lässt die Hoffnung des ewigen Lebens in uns neu lebendig werden.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.

Herzliche Grüße

Ihr

Rolf Trauernicht

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