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Bindung - Verbunden sein, Vertrauen stiften

Bindung - Verbunden sein, Vertrauen stiften

 

Ausgabe: Nr. 55 - III/2013

Veröffentlicht: 15.09.2013

Aus dem Inhalt

Heidi Goseberg, Andacht "Herr, solange es Menschen gibt, bist du unsere Zuflucht!"
Heike Gutknecht-Stöhr, "Eltern-Kind-Bindung"
Rolf Gersdorf, "Ist Bindung nachholbar? Nachbeelterung in der Therapie und Seelsorge"
Michaela F. Heeremann, "Krippen oder Eltern?"
Ulrike Willmeroth, "Sichere Bindung - ein Lernprozess"

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Editorial

Liebe Leserinnen und Leser, man muss gar nicht in der Beratung tätig sein, um zu beobachten, dass unsere Bevölkerung immer weniger verbindlich miteinander lebt. Fachleute sprechen von seriellen Beziehungen oder Lebensabschnittspartnern. Umgangssprachlich heißt es dann schlicht: „Die beiden sind nicht mehr zusammen …“

Woran liegt es, dass es vielen Menschen so schwerfällt, sich kontinuierlich und unauflöslich aneinander zu heften? Woher kommt eigentlich unsere Fähigkeit, uns zu binden, was gefährdet sie und wie kann sie ganz praktisch gestärkt und geheilt werden? Wir sind in Übereinstimmung mit den Bindungsforschern überzeugt, dass das Entscheidende in der frühen Kindheit passiert. Deswegen verstehen wir diese Ausgabe als unseren Beitrag zur Betreuungsdebatte. Dazu konnten wir kompetente Autoren gewinnen: Heidi Goseberg schildert in einer Andacht die Bedeutung des Kindergroßziehens. Michaela Heereman gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zu den Folgen der Fremdbetreuung. Heike Gutknecht-Stöhr stellt Tipps vor, wie Eltern die Bindung der Kinder fördern können. Rolf Gersdorf bietet therapeutische Tools rund um das Familienstellen an, wie Bindungserfahrungen „nachgenährt“ werden können. Ulrike Wilmeroth berichtet, wie sie ihrer Bindungspersonen beraubt wurde und wie sie später mit dem daraus erwachsenen Mangel umgegangen ist.

Wir haben den Eindruck, dass wir mit dieser Ausgabe den Nerv unserer Zeit getroffen haben und möchten viele ermutigen, zu positiven Bindungen untereinander beizutragen.

Es grüßt sie herzlich

Ihr Rolf Trauernicht

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