Internet Sexsucht

Willkommen auf den Seiten des Weißes Kreuz e.V. zum Thema Internet-Sexsucht, auch Online Sexsucht oder Cybersex Sucht genannt. Machen Sie sich schlau – selbstverständlich anonym.

Wenn Lust zur Sucht wird

Willkommen auf den Seiten des Weißes Kreuz e.V. zum Thema Internet-Sexsucht, auch Online Sexsucht oder Cybersex Sucht genannt. Hier informieren wir über ein weit verbreitetes, aber auch noch weithin geheim gehaltenes Suchtproblem: Wir erklären Ihnen mögliche Gründe für die Entstehung und mögliche Folgen. Wir zeigen Ihnen, ab wann es brenzlig wird. Und wir geben Ihnen vor allem Hilfestellungen, wenn Sie von Pornoseiten und anderen sexuellen Angeboten im Internet nicht mehr lassen können. Scheuen Sie sich nicht, unsere Berater zu kontaktieren, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Sie sind damit nicht allein. Wir begleiten Sie.

Definition und Ursachen

Das Internet ist voller anonymer sexueller Angebote, die schnell verfügbar sind: Videos, Bilder, Chats. Das Verlockende dabei ist: Man kann Sexualität ausleben, ohne die Nachteile einer Beziehung in Kauf nehmen zu müssen. Online-Pornografie bietet viel Nutzen bei wenig Aufwand. So betrachtet, sind Pornos eine kurzfristig effektive Lösung. Die Folge: Der Lustgewinn kann sich ähnlich wie bei anderen stimulierenden Mitteln schnell zu einer Sucht entwickeln, von der Betroffene nur schwer wieder loskommen.
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„Seit vier Jahren verbringe ich jeden freien Abend auf Pornoseiten. Ich wünschte, ich könnte mal wieder was anderes machen. Aber ich kann einfach nicht damit aufhören.“

Stefan, 34
(Bild und Name geändert)

Symptome

Woran man Internet-Sexsucht erkennt

Die Sucht beginnt mit einem unüberwindbaren Verlangen, Internetseiten mit Sexinhalten zu besuchen. Um dem nachzugehen, zieht man sich irgendwann immer mehr aus dem realen Leben zurück, meidet Treffen mit Freunden oder Feiern, um online zu sein. Viele Internet-Sexsüchtige nehmen auch ihren Laptop mit in den Urlaub. Langfristig lässt auch die Arbeitsfähigkeit nach, weil man nachts zu lange im Internet surft. Und das Liebesspiel verliert auf Dauer die Vielfalt.
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Folgen und Auswirkungen

Was passiert, wenn man internet-sexsüchtig ist?

Manche Menschen gehen erst deshalb online, um über das Internet einen Kontakt im echten Leben zu finden. Sie verlieren über den schnellen Lustgewinn aber irgendwann den Wunsch oder auch die Fähigkeit, eine echte Partnerschaft einzugehen. Da die meisten Internet-Sexsüchtigen Männer sind, wird die Frau zum Objekt der eigenen Befriedigung. Diese Vorstellung hat langfristig Auswirkungen auf den Umgang mit Frauen im realen Leben, denn diese sind wesentlich vielschichtiger als die leicht zugänglichen Frauen im Internet.
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„Langsam mache ich mir Sorgen um meinen Job. Ich bin ständig übermüdet und kann mich schlecht konzentrieren. Aber ich kann nicht anders. Ich muss nachts, wenn die Familie schläft, unbedingt noch meine Seiten im Netz besuchen. Wenn ich das nicht tue, bin ich unausstehlich am nächsten Tag. Ich brauche diese Art Stressabbau.“

Ralf, 45
(Bild und Name geändert)

Gesunde Sexualität

Ein neues Ziel anstreben

Wer internet-sexsüchtig ist und aussteigen möchte, braucht ein Ziel, das man statt der Sucht vor Augen hat und für das es sich zu kämpfen lohnt. Die Vorstellung von einer erfüllten Sexualität zum Beispiel. Sie ist auch eine gute Prävention gegen Internet-Sexsucht. Denn wer ein erfülltes Sexualleben hat, braucht keinen Ersatz aus dem Internet.
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Schritte aus der Sexsucht

Sagen Sie Ja zu sich selbst

Das Eingeständnis, internet-sexsüchtig zu sein, ist sehr schwer. Anders als bei den meisten anderen Süchten sieht man einem die Internet-Sexsucht nicht an. Das macht es lange bis lebenslang möglich, unentdeckt zu bleiben. Seien Sie also ehrlich zu sich selbst und sagen Sie sich: Ja, ich bin internet-sexsüchtig. Das ist der erste Schritt zu einer Veränderung. Und dann bleiben Sie nicht stehen, gehen Sie behutsam weitere Schritte.
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„Mein Eingeständnis zu mir selbst brachte die Wende. Seitdem ich mir und anderen nichts mehr vormache und klar sage: ‚Ich bin internet-sexsüchtig‘, bin ich freier. Jetzt kann ich mithilfe anderer etwas dagegen unternehmen.“

Stefan, 34
(Bild und Name geändert)

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