Inter - nett? Nicht immer nett!

Das Internet ist aus der Wirklichkeit heute kaum nach wegzudenken. Fast jeder ist heutzutage "online". Auch Du, denn sonst wärst Du jetzt gerade nicht hier ;-) Leider ist aber nicht jede Seite empfehlenswert. Und wenn man im World Wide Web startet, wird man rasch mit allem möglichen konfrontiert. Was z.B. ist Internetsex? Komisches Wort eigentlich: "Internetsex" - wie soll denn das gehen?! Nun, Menschen nutzen das Internet, um Bekanntschaften zu schließen und üben teilweise auch sexuelle Kontakte über das Web aus. Manche können damit gar nicht mehr aufhören, das nennt man dann Internetsexsucht. Das bereitet sexuellen Übergriffen - leider auch auf Teenager und Kinder - Tür und Tor. Denn im Internet sind Menschen anonym, sie können sich als jemand anders ausgeben und Dich so ausnutzen. Viele Teenies berichten, dass sie im Internet, in Chaträumen, sexuelle Übergriffe erlebt haben oder komische Mails mit Anfragen nach privaten Fotos bekamen. Damit das nicht passiert, haben wir Dir Tipps zum Umgang mit dem Internet zusammen gestellt, die du hier herunterladen kannst. 

Pornografie - Seifenblase mit Spätfolgen

Von Pornografie spricht man, wenn Sexualität z.B. in Medien dargestellt wird, um den Betrachter bewußt sexuell zu erregen. Es ist verboten, Minderjährigen pornographische Darstellungen zugänglich zu machen. Warum ist das so dramatisch? Nun, nicht wenige sind da mehr oder weniger unbewusst reingerutscht und hängen nun drin im Pornokonsum. Gefangen im Netz. Anfangs ist es meist nur eine auffällige Werbung – oder eine paar zufällig gefundene Bilder. Aufreizende Frauen locken Dich weiter, nur einen Klick entfernt – und plötzlich findest Du Dich auf einer Pornoseite wieder. Du erhaschst einen flüchtigen Blick, bevor Du die Seite rasch wieder schließt. Neugierig geworden, beschließt Du beim nächsten Mal ein klein wenig mehr zu schauen.

Der Einstieg geht meist schnell. Und schließlich hast Du die Seiten ja gar nicht gesucht, nur ein wenig hingesehen, und dann noch ein bisschen mehr. Irgendwann entdeckst Du, dass Du drin hängst. Dass Du Dich selbst nicht mehr leiden kannst, weil Du diese Seiten immer wieder zur Selbstbefriedigung nutzt. Ja, dass der Reiz immer stärker werden muss, der Dich überhaupt noch erregt. Was am Anfang super war, törnt Dich nicht mehr an. Plötzlich erkennst Du, dass Du gefangen bist in der Abwärtsspirale von Internetsexsucht und Pornographie. Die Bilder machen Dich kaputt, Deine Wertmaßstäbe, Deine Beziehungen. Du vergleichst immer mehr, keine im wirklichen Leben kann mit diesen digital aufbereiteten 'Schönheiten' mithalten. Der ultimative Sex, der dort geboten wird, gleicht einer Seifenblase, die in der Realität rasch zerplatzt. Also zurück ins Netz, das Dir hilft, dieser unschönen Wirklichkeit zumindest für kurze Zeit zu entkommen. Aber Du verstrickst Dich auch immer mehr in diesem Netz, es erfüllt Dich nicht, ist oberflächlich, der Lustgewinn bleibt schal.

Und das Schlimmste ist, dass Du ein Doppelleben führst. Im Freundeskreis könnte sich das keiner vorstellen, bei Dir?– Niemals! Du leitest doch die Jugendarbeit – Du stehst doch immer vorn, bist das große Vorbild, hast ne tolle Freundin, bist so angesehen. Tja, wenn die das wüssten - das geht gar nicht,denkst Du, diese andere Seite von Dir kannst Du keinem zeigen und verwendest viel Energie auf Deine Tarnung. Gott weiß Bescheid, ihm brauchst Du nichts vormachen. Er möchte Dir gern helfen, damit Du aus diesen Bindungen rauskommen kannst und frei wirst. Wenn Du praktische Hilfe suchst, schau auf unsere Themenseite "Internet-Sexsucht".

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